NDR - Propagandistischer Wortgebrauch: Rebell = Terrorist / Falschbericht über Ghouta
Verfasst: 30. Dezember 2015, 15:02
Programmbeschwerde: Propagandistischer Wortgebrauch in der Tagesschau Rebell = Terrorist / Falschbericht über Ghouta, ARD-aktuell, 26.12.15
Sehr geehrter Herr Marmor,
ARD-aktuell hat sich am 26.12. 15 u.a. in der 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau zum x-ten Male mit propagandistischer Wortwahl hervorgetan. Einer der widerwärtigsten Terroristen und Massenmörder unserer Tage, der Saudi-Araber Zahran Alloush, inzwischen selbst bei einem russischen Bombardement getötet, wurde penetrant als „Rebellenchef“ verklärt.
Beleg: http://www.tagesschau.de/multimedia/sen ... 11799.html
Alloush war ein von den Saudis bezahlter Söldner, in Syrien als Terrorist aktiv. Er propagierte und betrieb die Ausrottung der dortigen Alawiten und Schiiten. Er ist ungezählter Verbrechen verdächtig gewesen, unter seinem Befehl wurden Gefangene gefoltert und enthauptet, und er war mutmaßlich auch einer der Hintermänner des Giftgasmassakers von Ghouta.
Einen solchen Terroristen verharmlost ARD-aktuell als „Rebellen“. Hintergrund: Alloush kämpfte mit seiner Verbrecherbande für den „Westen“, er betrieb den Sturz des Präsidenten Assad. Damit war er Instrument westlicher Propaganda, sein wüstes Tun war zu ignorieren, der Massenmörder und Terrorist wurde absichtsvoll zum „Rebellen“ verklärt. “Rebell” ist ein positiv konnotierter Begriff. Man assoziiert damit den Widerstand gegen eine illegale Herrschaft, Wilhelm Tell, Robin Hood. ..
Es ist davon auszugehen, dass das hier kritisierte „Wording“ nicht bei ARD-aktuell begann, sondern seine Wurzel bei den Nachrichtenagenturen hatte. Das entlastet die Redaktion ARD-aktuell jedoch keineswegs. Die Programmrichtlinien in den Staatsverträgen über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind diesbezüglich eindeutig. ARD-aktuell ist zur Objektivität und zu eigenständiger Nachrichtengebung verpflichtet.
Den Massenmörder Alloush als „Rebellen“ zu verharmlosen beweist entweder sprachliche Inkompetenz und fachliche Ignoranz oder hanebüchene Doppelmoral. Man stelle sich vor, die Tagesschau hätte im Bericht über den NSU-Prozess in München das Trio Zschäpe, Böhnhardt, Mundlos oder den Angeklagten Wohlleben als “Rebellen” bezeichnet. Vermutlich gäbe es dann aus den Staatskanzleien der den NDR tragenden Bundesländer sowie aus den Parteizentralen einen Aufschrei und eine Forderung nach dem Rücktritt bezugsweise dem Rausschmiss des Chefredakteurs Dr. Gniffke.
Den Tod des verbrecherischen Fanatikers Alloush nimmt Korrespondent Thomas Aders im Anschluss ohne nachvollziehbaren Grund dazu her, erneut antisyrische Propaganda über das Massaker von Ghouta zu verbreiten. Aders:
“Im April waren schließlich auch Milizen des sogenannten Islamischen Staates in das Gebiet vorgerückt, das das Regime im August 2013 offenbar mit Giftgas angegriffen und dabei den Tod vieler Zivilisten in Kauf genommen hatte.”
Dem Korrespondenten und der Redaktion ARD-aktuell waren die ernstzunehmenden Hinweise bekannt, dass das Giftgas, mutmaßlich mit Wissen und Hilfe von NATO-Kreisen, aus der Türkei an syrische Terroristen der Al Nusra geliefert und von diesen Verbrechern verwendet worden war, nicht von syrischen Regierungstruppen. Die von Aders dennoch erneuerte Beschuldigung des syrischen „Regimes“ ist gezielte Nachrichtenfälschung. In seinem aufdringlich tendenziösen Report kommen andererseits die Gewalt- und Gräueltaten der terroristischen Dschihadisten konsequent mit keinem Wort vor. Insgesamt: Die Tagesschau lieferte einmal mehr propagandistischen Müll aus westlicher Giftküche. Beifall von der Atlantikbrücke war ihr gewiss.
Beschämend für "ARD-Aktuell" ist in höchstem Maße, dass kleine deutsche Regional-Zeitungen wahrheitsgemäßer über die sogenannten "Rebellen" berichten, als es der Gniffke-Truppe bisher in den Sinn gekommen ist:
"Die Rebellen gegen den Diktator Assad, deren Unterstützung ursprünglich die amerikanischen Luftangriffe galten, gibt es nicht mehr", hieß es in einem Interview der AZ Uelzen vom 21.11.2015 mit dem syrischen Asylbewerber Faisal Samo. "Die Leute, die für die Freiheit gekämpft haben, sind geflüchtet. Die dagebliebenen sind Radikale: ISIS, Europäer, Tschtschenen, Afrikaner, Marrokaner....die Bath-Partei, die Folter und Korruption gibt es nicht mehr....unter Assad genossen Minderheiten wie Christen und Jesiden Schutz".
Dass ARD-Aktuell diese und vergleichbare Informationen unterdrückt, gehört zum Instrumentarium der gängigen Propaganda.
Wir haben in vielen unserer Programmbeschwerden darauf aufmerksam gemacht, dass die wirkungsvollste Propaganda sich der feinsten Fälschermethoden bedient, und die setzen bereits bei der Wortwahl an. Hier haben wir wieder ein Musterbeispiel davon. Wer Terroristen zu „Rebellen“ machen kann, bringt es natürlich jederzeit fertig, Rundfunkräte als „Anwälte des öffentlichen Interesses“ auszugeben. Es hätte die gleiche desinformatorische Qualität.
Wer verlangen die Prüfung unserer Vorwürfe
- propagandistische Wortwahl
- Falschinformation über Ghouta
Mit höflichen Grüßen
Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer
Sehr geehrter Herr Marmor,
ARD-aktuell hat sich am 26.12. 15 u.a. in der 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau zum x-ten Male mit propagandistischer Wortwahl hervorgetan. Einer der widerwärtigsten Terroristen und Massenmörder unserer Tage, der Saudi-Araber Zahran Alloush, inzwischen selbst bei einem russischen Bombardement getötet, wurde penetrant als „Rebellenchef“ verklärt.
Beleg: http://www.tagesschau.de/multimedia/sen ... 11799.html
Alloush war ein von den Saudis bezahlter Söldner, in Syrien als Terrorist aktiv. Er propagierte und betrieb die Ausrottung der dortigen Alawiten und Schiiten. Er ist ungezählter Verbrechen verdächtig gewesen, unter seinem Befehl wurden Gefangene gefoltert und enthauptet, und er war mutmaßlich auch einer der Hintermänner des Giftgasmassakers von Ghouta.
Einen solchen Terroristen verharmlost ARD-aktuell als „Rebellen“. Hintergrund: Alloush kämpfte mit seiner Verbrecherbande für den „Westen“, er betrieb den Sturz des Präsidenten Assad. Damit war er Instrument westlicher Propaganda, sein wüstes Tun war zu ignorieren, der Massenmörder und Terrorist wurde absichtsvoll zum „Rebellen“ verklärt. “Rebell” ist ein positiv konnotierter Begriff. Man assoziiert damit den Widerstand gegen eine illegale Herrschaft, Wilhelm Tell, Robin Hood. ..
Es ist davon auszugehen, dass das hier kritisierte „Wording“ nicht bei ARD-aktuell begann, sondern seine Wurzel bei den Nachrichtenagenturen hatte. Das entlastet die Redaktion ARD-aktuell jedoch keineswegs. Die Programmrichtlinien in den Staatsverträgen über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind diesbezüglich eindeutig. ARD-aktuell ist zur Objektivität und zu eigenständiger Nachrichtengebung verpflichtet.
Den Massenmörder Alloush als „Rebellen“ zu verharmlosen beweist entweder sprachliche Inkompetenz und fachliche Ignoranz oder hanebüchene Doppelmoral. Man stelle sich vor, die Tagesschau hätte im Bericht über den NSU-Prozess in München das Trio Zschäpe, Böhnhardt, Mundlos oder den Angeklagten Wohlleben als “Rebellen” bezeichnet. Vermutlich gäbe es dann aus den Staatskanzleien der den NDR tragenden Bundesländer sowie aus den Parteizentralen einen Aufschrei und eine Forderung nach dem Rücktritt bezugsweise dem Rausschmiss des Chefredakteurs Dr. Gniffke.
Den Tod des verbrecherischen Fanatikers Alloush nimmt Korrespondent Thomas Aders im Anschluss ohne nachvollziehbaren Grund dazu her, erneut antisyrische Propaganda über das Massaker von Ghouta zu verbreiten. Aders:
“Im April waren schließlich auch Milizen des sogenannten Islamischen Staates in das Gebiet vorgerückt, das das Regime im August 2013 offenbar mit Giftgas angegriffen und dabei den Tod vieler Zivilisten in Kauf genommen hatte.”
Dem Korrespondenten und der Redaktion ARD-aktuell waren die ernstzunehmenden Hinweise bekannt, dass das Giftgas, mutmaßlich mit Wissen und Hilfe von NATO-Kreisen, aus der Türkei an syrische Terroristen der Al Nusra geliefert und von diesen Verbrechern verwendet worden war, nicht von syrischen Regierungstruppen. Die von Aders dennoch erneuerte Beschuldigung des syrischen „Regimes“ ist gezielte Nachrichtenfälschung. In seinem aufdringlich tendenziösen Report kommen andererseits die Gewalt- und Gräueltaten der terroristischen Dschihadisten konsequent mit keinem Wort vor. Insgesamt: Die Tagesschau lieferte einmal mehr propagandistischen Müll aus westlicher Giftküche. Beifall von der Atlantikbrücke war ihr gewiss.
Beschämend für "ARD-Aktuell" ist in höchstem Maße, dass kleine deutsche Regional-Zeitungen wahrheitsgemäßer über die sogenannten "Rebellen" berichten, als es der Gniffke-Truppe bisher in den Sinn gekommen ist:
"Die Rebellen gegen den Diktator Assad, deren Unterstützung ursprünglich die amerikanischen Luftangriffe galten, gibt es nicht mehr", hieß es in einem Interview der AZ Uelzen vom 21.11.2015 mit dem syrischen Asylbewerber Faisal Samo. "Die Leute, die für die Freiheit gekämpft haben, sind geflüchtet. Die dagebliebenen sind Radikale: ISIS, Europäer, Tschtschenen, Afrikaner, Marrokaner....die Bath-Partei, die Folter und Korruption gibt es nicht mehr....unter Assad genossen Minderheiten wie Christen und Jesiden Schutz".
Dass ARD-Aktuell diese und vergleichbare Informationen unterdrückt, gehört zum Instrumentarium der gängigen Propaganda.
Wir haben in vielen unserer Programmbeschwerden darauf aufmerksam gemacht, dass die wirkungsvollste Propaganda sich der feinsten Fälschermethoden bedient, und die setzen bereits bei der Wortwahl an. Hier haben wir wieder ein Musterbeispiel davon. Wer Terroristen zu „Rebellen“ machen kann, bringt es natürlich jederzeit fertig, Rundfunkräte als „Anwälte des öffentlichen Interesses“ auszugeben. Es hätte die gleiche desinformatorische Qualität.
Wer verlangen die Prüfung unserer Vorwürfe
- propagandistische Wortwahl
- Falschinformation über Ghouta
Mit höflichen Grüßen
Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer